Kurzbericht: World of Coffee 2026
- 23. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Brutale Hitze traf die Aussteller und Teilnehmer rund um Europa's grösste Kaffeemesse in Brüssel, sodass die Bereiche vor der Halle ziemlich verwaist blieben und alle den gekühlten Innenraum suchten, wo es dementsprechend gut besucht war.
Für uns hiess es dieses Jahr weiterhin "weniger ist mehr" und so lag unser Fokus auf dem persönlichen Treffen von Partnern aus Brasilien und der EU, die wir in der Regel eher über Videocalls zu Gesicht bekommen.

Statt eines festen Stands buchten wir ein Sponsoring der Coffee in Good Spirits Championship, bei der die besten Baristas und Bartender Cocktails mit Kaffeezutaten kreieren.

An der dazugehörigen Bar präsentierten wir hauptsächlich Cascara-Aufgüsse, das Coffeecherry Elixir, und Lucas Venturim zog höchstpersönlich feinste Espressi für die Besucher, die es aus ganz Europa an die Messe und an unsere Bar zog.

Die neuen Kontakte passen wunderbar zu unserer neuen Unternehmensstruktur in Deutschland, mit der wir von Bremerhaven aus Kunden in der ganzen EU beliefern können.
Dazu machten wir folgende teils neue, teils bekannte Beobachtungen:
Die Kaffee-Branche feiert sich (so wie viele andere Branchen) gerne selbst. Es ist ein "Sehen und Gesehen werden", vor allem wenn man sich das kaum ökonomisch vertretbare Kosten-/Nutzen-Verhältnis fixer Stände anschaut. Das ist gewissermassen fragwürdig, wenn man sich das Budget vieler, insbesondere kleinerer Farmer vor Augen führt.
Bahnbrechende Innovationen waren nicht zu beobachten, eher laufende Evolution von Zubehör, Wissenstransfer und Vernetzung
Es gab alleine ca. 10 Matcha-Stände!
Im Gegensatz dazu stand Cascara recht wenig auf der Agenda, noch am ehesten bei den Vertretern der Teebranche und natürlich bei uns. Da es sich um ein Produkt handelt, an dem bereits seit Jahren gearbeitet wird, zeigt das die nach wie vor hohen Eintrittsbarrieren (Stichwort Novel Food und Lebensmittelsicherheit, Bekanntheit, Skepsis bezüglich Qualität), aber auch das schlummernde Potential dieses Segments
Kaffee ist nach wie vor voll im Trend, was sich auch an der zunehmenden Zahl an Messen und Festivals belegen lässt, die dennoch gut besucht sind. Das kann zu einer gewissen Verwässerung und Beliebigkeit führen, auch wenn sich diese vermutlich vor allem von innerhalb der "Blase" wahrnehmen lässt. Es wird für uns weiterhin eine Gradwanderung bleiben, den richtigen Eventmix zu finden, aber die World of Coffee ist in Europa schon ein Fixpunkt geworden.


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