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Ein gemischter Farm-to-Table-Container für Europa – Teil 2

  • vor 3 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Keine Neuigkeiten sind auch Neuigkeiten - und so kam es, dass sich unser Container in Santos doch noch einmal um eine Woche verzögerte.


Beim Beladen des Containers mussten die verschiedenen Paletten umgeschichtet werden und ein Kaffeesack wurde dabei eingerissen und geflickt. Der für das Containerschiff Zuständige am Hafenterminal konnte (bzw. wollte) uns daher kurzfristig keinen Anlieferungs-Slot mehr zuteilen und unser Container wurde auf das folgende Schiff, die Maersk "La Paz" umgebucht, welches dann planmässig am 27.1. 2026 mit unserer Ladung der Hafen verliess.


Foodflows Container nach der Beladung
Foodflows-Container nach der erfolgten Beladung

Die Überfahrt nach Europa dauert in der Regel 2-3 Wochen und während dieser Zeit liefen verschiedenen Dinge parallel:


  1. Die Erstellung der finalen Exportdokumente In Brasilien werden Exportlieferungen lokal von recht signifikanten Steuern befreit. Der Transfer von den Produzenten zu Foodflows erfolgt deshalb mit einer ganz bestimmten Rechnungsmodalität des sog. indirekten Exports. Im Anschluss an den erfolgten Export, müssen die Produzenten für ihre Prozesse wiederum den Nachweis erbringen, dass die Ware auch wirklich das Land verlassen hat. Ausserdem ist Brasilien auch Teilnehmer am Programm der International Coffee Organization (ICO), welches die Emission eines Ursprungszertifikats vorsieht. Auch dieses kann erst nach erfolgtem Export emittiert werden.

  2. Die Vorbereitung der Ankunft Aufgrund der diversen Teillieferungen war es wichtig, das Zollager in Bremerhaven zu informieren, wie der Container zusammengesetzt sein wird. Ebenso beantragten wir, dass die Ware bei Ankunft fotografiert wird, um etwaige Schäden zu dokumentieren. Bei Schiffscontainern besteht nie 100%ige Gewissheit, dass die Ware einwandfrei ankommt und dafür ist diese auch in der Regel versichert.

  3. Die Etablierung in Deutschland Um unsere Produkte in Zukunft auch in Deutschland anbieten zu können, haben wir erste Registrierungen mit dem Finanzamt und dem Zoll vorgenommen.


Mitte Februar bildeten sich auf dem Atlantik Stürme, die die Schiffe entsprechend umfahren oder abwarten mussten. Man erinnere sich an die teils chaotischen Wetterbedingungen in den USA, die damals die Nachrichten bestimmten. Die "La Paz" brauchte dadurch eine Woche länger bis Bremerhaven und kam am 26.2.2026 an. Es folgte die sog. "Löschung" des Containers vom Schiff und die Anlieferung im Zollager.


In den kommenden Tagen, werden erste Paletten bereits in die Schweiz transportiert werden und der Rest wird in Bremerhaven auf Abruf bereit stehen.


Wo stehen wir nun bezüglich unserer Zielsetzungen?

  • Schnellere Ausführungszeit Beim ersten Container brauchten wir aufgrund diverser Verspätungen von September 2023 bis April 2024 (7 Monate), dieses Mal von November 2025 bis März 2026 (4 Monate) von den Farmen bis in die Schweiz

  • Zunahme von Volumen und Wert

    • Volumen: von 3 Tonnen auf 6 Tonnen

    • Wert: von ca. 30k CHF auf ca. 70k CHF

  • Niedrigere Kosten pro kg und m³: momentan gehen wir von einer Reduktion um den Faktor 3 aus.


Es sieht also nicht so schlecht aus :)


Wenn die ersten Kaffees der neuen Ernte in unserem Shop sind, folgt Teil 3...


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